Eine prophetische Sicht über „Mammon“
Hier möchte ich ein sehr aktuelles Skript zur Lage der Finanzkrise weitergeben:
Einführung
Bevor wir in die prophetische Sicht einsteigen, sollten wir uns damit beschäftigen, wo wir heute stehen und auch kurz versuchen, zu erkennen, wie es zu diesem Ist-Zustand kommen konnte.
Auf dieser Basis wollen wir dann einen Blick in die Zukunft wagen.
Die Menschheit hat im Laufe ihrer Geschichte immer mehr die Täuschung zur Realität gemacht.
Unsere Vorfahren, Adam und Eva, haben damit angefangen, und mit jeder Generation wurde dieser Prozeß verstärkt.
Die Möglichkeiten sind für uns zur Wirklichkeit geworden. Auch und vor allem die Möglichkeiten, die auf Dauer gar nicht möglich sind und damit nie zu einer wirklichen Wirklichkeit, zu einer echten Realität werden können.
Die Lüge ist zur Wahrheit geworden. Aber: die Wahrheit läßt sich auf Dauer nicht leugnen.
Virtuelle Welt, virtuelle Medien, virtuelles dies und das… Virtuell, das Schlagwort unserer Zeit!
Virtuelles ist eine Möglichkeit, die es nicht gibt. Und trotzdem, wenn ich in die virtuelle Welt eintauche, bin ich in einer Wirklichkeit, die jedoch nicht wirklich wirklich ist.
Ich bin mitten in einem Geschehen, erlebe etwas tatsächlich und bin doch nicht dort.
Es ist möglich, durch das Internet zu beichten. Jawohl, möglich ist es, aber die Frage ist, ob es auch wirklich ist. Findet die Absolution durch Christus wirklich durch das Internet statt? Wir Menschen leben in einer virtuellen Gesellschaft. Wir haben die Fähigkeiten, unsere Möglichkeiten zu überhöhen, mit und durch Möglichkeiten, die wir zu Wirklichkeiten machen.
Genau das geschieht zur Zeit an den internationalen Finanzmärkten. Aus den Möglichkeiten, die eigentlich nicht wirklich sind, wird eine Wirklichkeit gemacht. Diese Wirklichkeit ist jedoch nur solange Wirklichkeit, bis die wahre Realität, die wahre Wirklichkeit wieder zum Vorschein kommt. Wenn die Zeit an dem Automaten, mit dem ich in die virtuelle Möglichkeit einer Wirklichkeit eintauche, abgelaufen ist, dann holt mich die wahre Realität wieder ein.
Beispiel Flugsimulator: Für die Piloten, die dort testen, und getestet werden, ist die virtuelle Wirklichkeit so real wie die wirkliche Wirklichkeit. Eben solange, bis die Stunde um ist, bis der Automat abschaltet, das Licht angeht, und der Simulator als Blechkasten, das was er eigentlich ist, wieder erkannt wird.
Irgendwann kommt der Absturz einer jeden Wirklichkeit, die nicht echte Realität ist. Dies gilt auch für die Finanzmärkte.
Das Wort “böse” heißt eigentlich “aufbauschen, vergrößern, zu groß”. Eigentlich ist die Wirklichkeit des Menschen, so wie Gott sie geschaffen hat, ziemlich einfach und überschaubar. Aber, wir gefallenen Menschen haben diese von Gott gegebene Wirklichkeit mehr und mehr aufgebauscht, wir machen sie groß, größer und zu groß. Und, das Erstaunliche ist, es ist uns möglich, daß wir dies tun. Gott läßt dies zu.
Die Industriegesellschaft ist tatsächlich möglich. Wenn wir uns genügend anstrengen und enorme Kräfte aufbieten, ist Vergrößerung, Wachstum möglich. Wir können alles aufbauschen. Alles wird groß und zu groß.
Aber, irgendwann kommt der Absturz. Dann, wenn die Dinge zu groß, zu böse geworden sind.
Dieser Absturz ist Korrektur des Schöpfers, also Gericht Gottes.
Nun, was ist wirkliche Wirklichkeit, so wie unser Schöpfer sie sieht? Wirklichkeit ist das, was Leben begründet, z. B. Liebe. Die Liebe ist wirklich. Geschlechtlichkeit, um neues Leben zu erzeugen, ist wirklich. Wirklich ist, was Leben begründet, was Leben in der Begabung entfaltet, was Leben gestaltet und was es vollendet. Der Tod ist keine Möglichkeit, er ist wirklich. Er gehört zum Leben. Älter werden ist wirklich.
Die Zeit können wir nicht zurückdrehen, dies ist nicht möglich. Aber virtuell kann ich das machen. Für einen kurzen Augenblick kann ich in einer virtuellen Welt die Zeit zurückdrehen. In einer virtuellen Welt kann ich mich am Computer wieder jünger machen. Allerdings nur, bis die Wirklichkeit sich wieder durchsetzt.
Was ist die Zukunft von Mammon? Die Finanzmärkte sind künstlich aufgebauscht, ohne eine wirklich Leben begründende Realität. Wenn wir heute in den Finanzmärkten involviert sind, wenn wir uns dieser Macht des Mammon mit all seiner Begierde, Lust und Habgier hingegeben haben, dann leben wir in einer virtuellen Welt, welche zwar kurzfristig möglich ist, aber nur solange existiert, bis die wahre Wirklichkeit uns wieder einholt. Wir, die wir heute dieser aufgebauschten Lüge der Finanzmärkte vertrauen, sollten verstehen, daß wir uns eigentlich in einem schlechten Film befinden, in einem Kino, welches verdunkelt wird, damit man die Wirklichkeit nicht mehr mitbekommt, damit die Möglichkeit zur Wirklichkeit wird.
Aber irgendwann ist der Film zu Ende, das Licht geht wieder an, und die Realität hat uns wieder eingeholt.Mammon versucht immer mehr, sich über seine eigene Wirklichkeit zu erheben und will immer mehr das mögliche, das theoretisch Denkbare zu einer echten Realität machen. Dies geht aber nur solange, bis man abstürzt, bis man wieder zurück zum Boden der Realität muß. Dies könnte man auch “nüchtern werden” oder “scheitern” oder “sich bescheiden” nennen.
Wir, die wir die Schöpfungsordnung unseres Schöpfers heute bereits leben möchten, sollten bevor Mammon zwangsweise abstürzt, nüchtern werden und uns bescheiden. Wir sollten heute bereits aus dieser virtuellen Welt, aus Mammon, aus Babel, ausziehen! Wir sollten diejenigen sein, die die virtuelle Luftblase, welche der Mammon gebaut hat, zum Platzen bringen, (wenn der Zeitpunkt Gottes hierfür gekommen ist). Wir sollten diejenigen sein, welche die Realität Gottes, welche mit der scheinbaren Wirklichkeit von Mammon überhaupt nichts zu tun hat, auf dieser Erde sichtbar und nachvollziehbar leben. Wir sollten diejenigen sein, die sich nicht von dem scheinbar Möglichen und scheinbar Realen täuschen lassen. Wir sollten die Reformatoren dieser Zeit sein und auf Basis des Wortes Gottes, der wahren Realität, so wie Gott sie sieht, ins Auge sehen und entsprechend handeln.
Vor 480 Jahren stand Luther auf und sagte: “Ich stehe hier im Glauben an Gott und widerstehe Kaiser und Papst.” Er widerstand der virtuellen Möglichkeit, der scheinbaren Realität, welche die katholische Kirche aufgebaut hatte. Luther widerstand dem jedoch nicht nur, er wies auch auf den Heiland und Retter der Menschen und der Welt hin: Jesus allein!
Luther und die durch ihn initiierte Reformationsbewegung holte Europa auf den Boden der Wirklichkeit zurück, welcher allein die Heilige Schrift ist!!
Luther proklamierte eine Erlösung zum wirklichen Leben, zu einem Leben in Zeit und Ewigkeit, welches allein durch Jesu Tod und Auferstehung den Menschen angeboten wurde. Luther widerstand damit dieser scheinbaren Realität, daß durch den Kauf (schon damals war Mammon am Werk) von Ablaßbriefen die Seele aus der Hölle springen könne.
Luther holte Europa auf den Boden der Wirklichkeit zurück, welcher allein die Heilige Schrift ist. Er proklamierte laut und deutlich, daß die Heilige Schrift die letzte und erlöste Wirklichkeit sei.
Leider war die Reformationsbewegung Luthers nicht die letzte Bewegung vor der Wiederkunft Jesu. Wir wissen, daß durch Marx und Lenin Anfang dieses Jahrhunderts wieder der Versuch unternommen wurde, die Welt zu erlösen und zum Paradies zu gestalten. Auch diese virtuelle Welt, welche durch den Kommunismus aufgebaut wurde, mußte abstürzen, mußte von Gott korrigiert, gerichtet werden, mußte zur wahren Realität zurückkehren. Dies geschah dann 1989. Nun, über diesen Zusammenbruch des kommunistischen Systems könnten wir, die wir Teil der westlichen Welt waren und sind, müde lächeln. Jedoch: 1989 brach nicht nur das kommunistische System zusammen, sondern es brach noch sehr viel mehr zusammen. Seit 1989 ist auch Europa, ist auch der Westen nicht mehr das, was es einmal war. Gott hat deutlich gemacht, daß jedes humanistische System lediglich eine vom Menschen selbst gebaute, virtuelle Wirklichkeit ist, welche abstürzen und zusammenbrechen muß.
Materialismus ist, wie wir alle wissen, ebenfalls ein humanistisches System.
Kommunismus war eine Möglichkeit, welche für eine bestimmte Zeit zur Wirklichkeit wurde, welche jedoch von der wirklichen Wirklichkeit, der Wirklichkeit Gottes wieder eingeholt wurde.
Materialismus ist eine Wirklichkeit, welche der Mensch zu einer vorübergehenden Wirklichkeit aufgebauscht hat. Auch diese scheinbare Wirklichkeit wird abstürzen.
Wir Menschen haben über Jahrtausende versucht, immer wieder eine neue Wirklichkeit zu schaffen, aber es gelang nie. Schon damals, anläßlich des Turmbaus zu Babel gelang es nicht.
Gott hat immer wieder gerichtet, und er wird immer wieder richten. Gericht heißt: So geht es nicht!
Gericht heißt: Das Heil bringt allein ER!
Gericht heißt: Mit eurer Macht, aus eurer eigenen Kraft heraus, wird es nicht gehen.
Gericht heißt: Ich muß das Böse, das Aufgebauschte, richten, ich muß euch kleiner und bescheidener machen.
Gericht heißt: Gott, der wirklich groß ist, kommt, wenn er zu uns kommt, klein, als Kind, als Gekreuzigter und Auferstandener. Von Größe und Großartigkeit ist da wenig zu vernehmen.
Gott spricht in seinem Wort, vor allem im Zusammenhang mit Babylon, diesem ungerechten weltlichen System, und dessen Fall immer wieder von “Rausch”. Was geschieht bei einem Betrunkenen, bei jemandem, der einen Rausch hat? Jeder Rausch ist die Steigerung einer Möglichkeit, die man zur Wirklichkeit macht, die aber am Ende nicht gelingt.
Leider gehört diese Art von Steigerung zum gefallenen Menschen dazu, dem sich der normale Mensch, welcher nicht die Erlösung und Wiederherstellung Jesu erlebt hat, nicht entziehen kann.
Dieser Glaube der Steigerung ist aber immer nur für eine kurze Zeit möglich. Man muß – weil Gott dies so gesetzt hat – wieder auf den Boden der Realität zurück. Man muß wieder wirklich werden. Mammon, Babylon, wird wieder abstürzen, wird von Gott auf den Boden der Realität zurückgeholt werden. Das ist Gericht, aber ein Gericht hin zur Gnade. Dieses Gericht ist eine Chance für die Menschheit.
Gott will, daß die Menschen erkennen, daß es so nicht geht. Diese Erkenntnis macht Menschen frei. Sie erlaubt Menschen, umzudenken, neu zu denken und neu zu handeln.
Gott wird veranlassen, daß die Menschen plötzlich entdecken, daß die von ihnen ausgelebten Möglichkeiten nicht echte Wirklichkeiten waren. Die Menschen werden erkennen müssen, daß sie sich über das von Gott Gesetzte und über Gott selbst überhoben haben. Wenn sie dies erkennen, ist die Chance vorhanden, wieder ganz neu, ganz klein im Glauben zu beginnen und dann Schritt für Schritt aus dem Kleinen heraus entsprechend der Ordnung Gottes zu wachsen.
Gott wird Mammon auf den Boden der Realität zurückholen, und dies ist eine Chance für die Menschen, für den ganzen Kulturkreis, für die ganze Gesellschaft, für Sie und für mich!
Das wesentlichste Thema in dieser Zeit, welches die ganze Welt zu interessieren hat, ist das Geheimnis Jesu Christi.
Auch das wesentlichste Thema der Wirtschaft, der Finanzmärkte, ist das Geheimnis Jesu Christi.
Jesus, er ist Anfang und Ende aller Zeiten und aller Räume.
Alles, was den Kosmos umschließt, ihn hervorbringt und vollendet, zielt auf das Geheimnis Jesu. Jesus sagt: “Ich bin das Leben.”
Wir Menschen müssen verstehen, daß das Leben letztlich nicht in unseren Möglichkeiten gelingt, sondern daß es nur in Seiner Wirklichkeit gelingt., auch wenn der Mensch jetzt Säugetiere klonen kann. Dies beweist nur, daß der Mensch immer rebellischer wird. Daß er nicht mehr akzeptieren will, daß Gott der Schöpfer allein den Menschen in seinem Ebenbild schaffen kann.
Nein: Jetzt kann der Mensch auf einmal sich selbst in seinem eigenen Ebenbild schaffen. Humanismus! 666! Am Anfang, am Ende und in der Mitte: der Mensch.
Wieder eine Möglichkeit, die zur scheinbaren Wirklichkeit gemacht wurde. Aber, sie ist nicht wirklich wirklich. Gott wird auch dies richten und auf den Boden der Tatsachen zurückholen.
Nur in Ihm ,der am Kreuz von Golgatha ausgerufen hat, “Es ist vollbracht!”, wird uns bezeugt, daß das Leben gelingt. Dort, wo er in die tiefste Verlorenheit ging, da geschah die Erlösung des Menschen.
Das wesentlichste, was wirklich wirklich ist, ist, daß Er da ist, und daß Er für uns da ist.
Nun, vielleicht fragt der ein oder andere, warum ich soviel über Jesus Christus, den Sohn Gottes, rede, wo das Thema doch “A Prophetic View of Mammon” ist. Die Begründung möchte ich mit einem Wort von Nicolas Davila aus Peru geben. Er sagte: “Von Gott zu reden ist immer Anmaßung, von Gott aber nicht zu reden, ist Schwachsinn!”
Wie also wird es mit Mammon, dem auf Habgier, Lust, etc. gegründeten materialistischen System weitergehen? Ich glaube, daß die Entwicklung dieses Systems nicht mehr lange tragfähig sein wird. Wir haben auf Dinge gebaut, die sich nicht durchhalten lassen, und welche vom Leben selber korrigiert oder biblisch gesprochen, von Gott gerichtet werden.
Vor allem wir Christen sollten diejenigen sein, die erkennen, wann die Grenzen des Tragfähigen erreicht sind. Jesus fordert uns im Neuen Testament immer wieder auf mit dem Wort, “Siehe”. Das bedeutet nicht nur hinzusehen, sondern ist die Aufforderung, ganz genau hinzusehen und wahrzunehmen. Wir sollen wahrnehmen, was sich hinter den Dingen verbirgt. Jesus spricht nachdrücklich von den Zeichen der Zeit, die wir wahrnehmen sollen.
Wir als Christen wissen zumindest, daß alles, was auf dieser Welt geschieht, zutiefst mit Gott zu tun hat. Wir sollten die Zeichen der Zeit wahrnehmen, d. h. hinter die Dinge zu blicken, d. h. das Ziel zu erkennen.
Jesus Christus, der sich für uns am Kreuz zu Tode gel(i)ebt hat, er ertrug und trägt die Geschichte dieser Welt. Nicht irgendeine Klugheit oder prophetische Gabe öffnet den Blick für die Wirklichkeit, sondern das Leiden und Sterben Jesu in dieser und für diese Welt gibt Ihm die Vollmacht, die Welt zu erkennen.
Er, Jesus Christus selbst, ist die Zukunft, der wir entgegensehen.
Weil Jesus die einzigste Zukunft, die einzigste Realität, welche wirklich wirklich ist, ist, wird alles andere, was Jesus entgegensteht, keine, absolut keine Zukunft haben. Es ist also nur eine Frage der Zeit, wann das, was Jesus Christus direkt entgegensteht, den Platz räumen muß.
Wann wird das geschehen: “Wenn sie sagen, Friede und Sicherheit, dann kommt ein plötzliches Verderben über sie. Der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb in der Nacht.” (1. Thess. 5, 2 + 3)
Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon (Mat. 6, 24)
Kein Haussklave kann zwei Herren dienen…. (Luk. 16, 13)
Unser Herr Jesus wird die ganze Welt gewinnen. Er wird alle Völker dieser Welt zu sich ziehen. Am Ende wird der Fischfang doch erfolgreich sein, so wie damals in Johannes 21, wo auf einmal 153 Fische an Land gezogen wurden.
Deshalb: Wir sollten nicht unsere Träume zur Wirklichkeit machen, sondern Seine Wirklichkeit zu unserem Traum machen. (Das ist ein Spruch von Cesare Sievanne.) Es ist Zeit, daß wir unsere Träume, die virtuelle Welt, in der zu leben wir uns gewöhnt haben, verlassen. Es ist Zeit, daß wir die Wirklichkeit annehmen, so wie sie ist. Wenn wir das nicht tun, leben wir am wirklichen Leben vorbei.
Es ist Zeit, daß wir Seine Wirklichkeit zu unserem Traum machen. Seine Wirklichkeit ist, daß die virtuelle Welt des Mammon abstürzen wird und muß, damit die Menschen wieder nach Gottes Wirklichkeit fragen können und werden. Damit der Mensch neu dem Geheimnis Jesu begegnen kann. Dem Jesus, dessen Ohnmacht Vollmacht ist, dessen Sterben Leben bringt, in dessen Elend sich einzigartige Herrlichkeit verbirgt, in dessen Niedrigkeit sich doch die Größe aller Größen manifestiert.
Soweit also meine Einleitung zu diesem Thema.
Wir leben in einer spannenden, in einer aufregenden Zeit. Wenn Trotzki, der enge Mitarbeiter Stalins, zu Anfang des Jahrhunderts schrieb, “Whoever wants a quiet life has chosen the wrong time to be born!”, dann gibt es jetzt am Ende dieses Jahrhunderts für die heutige Generation eine Steigerung dieser Aussage: “Whoever intended to live a convenient, pleasant and peaceful life here on earth, has certainly chosen the utterly (absolute) wrong time to be born!”
Wir Christen, wir wissen, daß wir uns auf einer Fahrt befinden, die in eine sehr unsichere Zukunft geht. Aber wir wissen auch, daß wir in dem Fahrzeug sitzen, welches von dem gelenkt wird, der nicht nur eine Landkarte in den Händen hält, sondern der diese Landkarte selbst entworfen hat. Wir sitzen in dem Wagen, der von dem gesteuert wird, der den Weg und das Ziel kennt, und zwar deshalb genau kennt, weil er beides selbst entworfen hat. Er wird diejenigen nicht aus den Augen lassen, die zusammen mit ihm unterwegs sind. Und doch, diese Sicherheit, die wir in Ihm haben, sollte uns nicht selbstzufrieden machen, bzw. dort, wo wir bereits selbstzufrieden sind, sollten wir endlich aufwachen. Es gibt Dinge, über welche wir nicht beunruhigt genug sind, über das, was um uns herum vorgeht. Jedoch, zur Balance: all das Beunruhigende, all die einzelnen Schritte, welche schwierig sein werden, sollten uns nicht dazu verleiten, das Ziel, das Endergebnis aus den Augen zu verlieren. Am Zielpunkt der Reise wartet jemand auf uns. Jesus Christus, der wiederkommende Herr. So sollten wir – wie ein Seiltänzer – nicht auf das Seil direkt vor uns schauen, auf den nächsten Schritt, sondern immer in die Entfernung, um so das Gleichgewicht, die Balance halten zu können.
Laßt uns also die Zeichen der Zeit bewußt erkennen. Erlauben wir, daß wir aufgerüttelt werden? Aber, wie bereits gesagt, laßt uns niemals das Endziel der Reise aus den Augen verlieren.
Wir leben inmitten des gewaltigsten weltweiten Umbruchs aller Zeiten.
Diese Welt ist in eine neue Phase ihrer Geschichte hineingeführt worden, in der es kaum mehr gelingt, die Strukturen und Abläufe vernünftig zu beherrschen.
Fast alle Prozesse mit globaler Dimension, die derzeit in unserer Welt ablaufen, haben in der ein oder anderen Weise systemdestabilisierenden Charakter.
Welches sind die Motoren, die diesen dramatischen Veränderungsprozeß betreiben und in Gang halten und verantwortlich für den globalen Umbruch sind?
Die Zerschlagung von Werten, welche früher Sinnfindung ermöglichten.
Das Entwickeln von technischen Werkzeugen, welche eine neue Art von gigantischer Herrschaft ermöglichen, Werkzeuge zur schnellen und globalen Information, Kommunikation und Logistik.
Der Verlust langfristiger Perspektiven, welche früher Hoffnung ermöglichten. Um es anders auszudrücken: Durch das Abschaffen von Ewigkeit ist unsere Sicht der Dinge sehr kurz geworden; unsere Hoffnung ist ärmer. Weil am Anfang keine Werte stehen und am Ende keine Hoffnung mehr besteht, ist die gewaltige technische Potenz, welche wir entwickelt haben und deren Einsatz kulturell beziehungslos geschieht, sehr gefährlich.
Zukunft braucht Herkunft. Ohne Herkunft ist Zukunft nicht denkbar!!
Um es ganz simpel auszudrücken: Wenn man gleichzeitig orientierungslos, stark und kurzsichtig ist, wird schneller Fortschritt riskant.
Unser System “Welt” ist inzwischen extrem instabil geworden. Manchmal nennen wir dies “Strukturwandel”, das richtige Wort jedoch dafür ist “Strukturzerfall”.
Unser Fortschritt ist inzwischen unkontrollierbar geworden, dadurch sind groteske Systeme entstanden, welche eine völlig neue, bisher unbekannte Art von beispielloser Machtausübung ermöglichen, und zwar für diejenigen, welche dieses System zu ihrem eigenen Vorteil zu beherrschen gelernt haben. Die Welt ist beherrscht von einer Art globaler Spielkasinomentalität, welche nicht nur in reichen Ländern, sondern genauso in armen Ländern vorzufinden ist.
Nie zuvor wurde in unserer Welt eleganter, brutaler und internationaler ausgebeutet als heute.
Nie zuvor haben sich solche Kontraste zwischen ultrareich und ultraarm gebildet. Es begann ganz harmlos mit der Eskalation der Menge von Daten und Wissen, sowie deren Anwendung mit Spieltrieb und Entdeckerfreude. Dabei wurden laufend Grenzen überschritten. Dadurch kam es zu einer Eskalation des Fortschritts, nicht nur im technischen, kulturellen und politischen Bereich, sondern vor allem auch im wirtschaftlichen Bereich. Durch das laufende Überschreiten von Grenzen wurden Probleme und Schädliches enttabuisiert, und dieser Kreislauf führte zu einer Eskalation von Änderungsprozessen, deren Beherrschbarkeit mehr und mehr abnimmt.
Gerade in der Wirtschaft setzten beabsichtigte und zusätzliche Änderungsprozesse ein, mit dem Ziel, neue Chancen zu entwickeln, neue Bereiche einer virtuellen Möglichkeit zu eröffnen.
Die Frage eines Zeitungsreporters, welche er nach dem Finanzdesaster der Barings Bank in Singapur stellte, bringt es auf den Punkt: “Wie werden wir in der Zukunft mit Problemen umgehen, deren Dramatik und Ausmaß wir nicht einmal begreifen können?”
Unsere Gesellschaft macht in diesen Zeiten mehr und mehr Grenzerfahrungen, gerade auch im Bereich Wirtschaft. Solche Grenzerfahrungen können grundsätzlich nur zweierlei Folgen haben:
Sie führen entweder zu einem Gefühl der Orientierungslosigkeit und Orientierungsunmöglichkeit, welches sich dann in Verzweiflung oder Depression fortsetzt, oder sie führen zu Panik und Aggression.
Beides sind Fluchtmechanismen.
Beides ist aber auch die Chance für uns als Leib Christi. In Zeiten, wo sich eine zunehmende Beunruhigung breitmacht, wird die bewußte Suche nach echter Orientierung zunehmen.
Jesus fordert uns in Lukas 21 auf, uns nicht von den Alltagssorgen gefangennehmen zu lassen, und uns nicht von jenem Tag unvorbereitet überraschen zu lassen, an welchem die “Falle zuschnappt”, an welchem Er plötzlich über die Erde kommt. Jesus fordert uns auf, wach zu bleiben, beständig zu beten, damit wir alles, was noch kommen wird, durchstehen können. Hellwach sein! Uns nicht von einer virtuellen Welt verführen lassen! Uns nicht erschrecken lassen! Unsere Seelen durch Ausharren gewinnen!
Laßt mich einige Beispiele erwähnen, wo ich meine, daß “hellwach sein” extrem notwendig ist.
Die Kontrolle, der Einfluß der bisherigen Machtzentren wird durch die Globalisierung fast aller wichtigen Prozesse immer geringer. Nationalstaaten und deren Regierungen werden schnell zunehmend bedeutungsloser.
Es sind in dieser Welt mittlerweile neue, vollständig neue Machteliten entstanden, welch international agieren und welche alles in den Schatten stellen, was bisher dagewesen ist.
Laßt mich einige Personen nennen:
Bill Gates, Steven Spielberg, Papst Johannes Paul II, Michael Gorbatschow.Oder auch einige Organisationen: Greenpeace, südamerikanische Drogenkartelle, Overseas Chinese Networks, Russische Wirtschaftsmafia, und last not least der militante Islam.
Ebenso besorgniserregend ist die Art der Umschichtung in der Führungskompetenz.
Auf dem Gebiet der sinnvollen Führung nimmt die Zahl der Manager laufend ab, weil die Strukturen auf schlank getrimmt werden. Jedoch auf dem Gebiet der sinnzerstörenden Führung nimmt die Zahl der Manager rasch zu. Damit nimmt auch das Risiko für die großen, sinngebenden Strukturen zu. Führungskompetenz, welche zielorientiert, strategiekonform und erfolgreich arbeitet, finden wir heute zuallererst im Bereich der organisierten Kriminalität, in Sekten, bei Minoritäten und Pressure Groups, in der Wirtschaft, den Banken und leider ganz zum Schluß erst im Leib Christi.
Parallel dazu sind weltweit neue Wirtschaftseliten entstanden, welche ebenfalls Machteliten darstellen. Der gigantische Wirtschaftsanstieg Asiens wurde erst durch diese Eliten möglich. Die Overseas Chinese, also Chinesen, die nicht mehr ihrem Stammland wohnen, haben ein Network zustandegebracht, das das Netzwerk aller Netzwerke schlechthin zu sein scheint.
Die Overseas Chinese sind heute bereits die dritte Wirtschaftsmacht der Welt. 80 % aller Investitionen in China werden von Auslandschinesen finanziert. Diese Leute verfügen weltweit über Kapitalreserven von nahezu 250 Billionen US Dollar. Sie bestreiten z. B. 70 % aller Investitionen in Indonesien, 50 % aller Firmenneugründungen in Kalifornien, etc. Hier wächst ein gigantisches, globales Machtpotential heran.
China hat offen gesagt, daß es in sechs Industrien “Global Player” werden will, und der Westen unterstützt China dabei.
Ob es Ihnen paßt oder nicht: Wir leben inmitten einer globalen Kulturrevolution, in einem weltweiten Umbruchsprozeß wirtschaftlicher, politischer und geistiger Art.
Ich bin sicher daß Sie die folgende wortwörtliche Wiedergabe eines Auszugs einer Rede von Vazlav Havel, welche er am 4.12.1992 auf der Jahrestagung des World Economic Forum in Davos gehalten hat, interessiert. Das Thema seiner Rede war: “Das Ende der Moderne.”
Dort sagt er: “Das Ende des Kommunismus ist in allererster Linie eine Botschaft an die menschliche Rasse. Eine Botschaft, die wir immer noch nicht ganz verstanden und eingeordnet haben. In seiner tiefsten Bedeutung hat das Ende des Kommunismus eine bedeutende Phase der menschlichen Geschichte beendet. Es hat nicht nur das 19. und 20. Jahrhundert zu Ende gebracht, sondern die Moderne als solche, die von dem Glauben beseelt war, daß die Welt als ganzes ein System sei, das der Mensch zu seinem eigenen Vorteil verstehen und steuern könne.
Diese Ära, die ursprünglich mit der Renaissance begann und sich dann über die Aufklärung weiterentwickelt hat, bis hin zum Sozialismus, von der industriellen Revolution bis hin zur Informationsrevolution, war charakterisiert durch schnelle Fortschritte im rationalen, kognitiven Denken. Das wiederum führte zu der stolzen Gewißheit, daß der Mensch als die absolute Spitze alles Existierenden dazu in der Lage sei, alles Existierende objektiv zu beschreiben, zu erklären und zu kontrollieren.
Der Kommunismus war das perverse Extrem dieses Trends. Er war der Versuch, das gesamte Leben nach einem simplen Modell zu organisieren und es einer zentralen Planung und Kontrolle zu unterwerfen, völlig unabhängig davon, ob es dem wirklichen Leben auch entsprach.
(und nun hören Sie genau hin)
Darum zeigt der Zusammenbruch des Kommunismus, daß dieses Denken der Moderne in eine tödliche Krise geraten ist. Unsere Epoche hat die erste globale technische Zivilisation geschaffen, aber auch gleichzeitig das Ende Ihrer Möglichkeiten aufgezeigt. Deshalb ist das Ende des Kommunismus ein ernstes Warnsignal an die gesamte Menschheit.
Der Kommunismus wurde nicht durch militärische Macht besiegt, sondern durch das Leben als solches. Durch den menschlichen Geist. Durch das Gewissen der Menschen, durch den Widerstand der Menschen gegen die Manipulation des menschlichen. Was wir jetzt brauchen, sind nicht neue wissenschaftliche Methoden, neue Ideologien, neue Kontrollsysteme oder neue Institutionen. Wir brauchen etwas größeres, die innere Einstellung des Menschen zu seiner Welt muß sich ändern.
Wir müssen endlich Schluß machen mit der arroganten Annahme, daß diese Welt nichts anderes sei als ein gigantisches Puzzle, das man nur richtig zusammensetzen muß, oder eine große Maschine, deren Bedienungsanleitung wir nur noch nicht gefunden haben, oder eine Riesenmenge von Informationen, die wir nur in einen Computer einzugeben haben, und der uns irgendwann einmal eine Universalantwort ausrechnet. Es reicht einfach nicht mehr, daß wir immer neue Wege suchen, um die Gesellschaft zu managen und die Wirtschaft in Gang zu halten. (Hört, hört.) Was wir grundsätzlich ändern müssen, sind unser Wesen und unser Verhalten.”
So etwas schreibt ein Mann, der wohl kein Christ ist, der jedoch durch Leid sensibilisiert wurde und offensichtlich hellwach ist.
Der Mann hat recht. Wir müssen Wege finden, mit denen unser Wesen und unser Verhalten, unser Herz, verändert werden kann. Das gleiche sagte letztendlich Bill Clinton, anläßlich des National Prayer Breakfast im Februar 1996, bei dem ich selbst zugegen war. Auch die Inaugural Speech von Bill Clinton anläßlich seiner erneuten Amtseinführung am 20. Januar 1997 fand ich sehr interessant. Man konnte diese Rede über das Internet abrufen. Einige Auszüge, wortwörtlich von dem, was Bill Clinton am 20. Januar 1997 sagte:
“Guided by the ancient vision of a promised land, let us set our sights upon a land of new promise.” … “Today we declare, government is not the problem and government is not the solution. We, the American people, we are the solution.”
“Each and every one of us in our own way must assume personal responsibility, not only for ourselves and for our families, but for our neighbors and for our nation.”
“The promise we sought in a new land, we will find again in a land of new promise.”
“Our land of promise will be a nation that meets its obligations, a nation that balances its budget, but never looses the balance of its values.”
“Let us never forget the greatest progress we have made, and the greatest progress we have yet to make is in the human heart.”
Und dann sagt er auch noch, – leider muß man beinahe sagen: “By our dreams and labors we will redeem the promise of America in the 21st century.”
Dies ist wiederum dieser humanistische Ansatz, der die Möglichkeiten des Menschen zur Wirklichkeit erheben will, der nicht Gottes Träume zu unseren Zielsetzungen macht, sondern der unsere Träume zu unseren eigenen Zielsetzungen werden läßt. Humanismus pur! Am Anfang der Mensch, am Ende der Mensch, in der Mitte der Mensch. 666.
Gott wird darauf bestehen, daß wir unser Wesen und unser Verhalten verändern, und er wird uns dies vermutlich durch einige schmerzhafte Lektionen beibringen müssen.
Die lange Zeit des Wohlstands, die Zeit des Friedens und der Annehmlichkeiten hat uns etwas sehr Wertvolles gekostet. Wir haben unseren Biß und unsere Dankbarkeit und unsere Verzichtbereitschaft verloren und wir haben auch verdrängt, daß wir als Menschen nicht auf “leichtes Leben” programmiert sind. Nein, wir sind auf Anstrengung und Unsicherheit programmiert. Nur dadurch werden wir immer wieder lebenstüchtig und überlebensfähig.
Wohlstand macht nach einiger Zeit wirklichkeitsfremd, baut eine virtuelle, eine scheinbare Wirklichkeit auf, welche jedoch nicht real ist.
Leider haben wir immer wieder die uns von Gott gegebene Freiheit, die Freiheit, wozu Er uns berufen hat, mißbraucht, und sie als Freibrief zur Selbstsucht und Lieblosigkeit genommen (Galater 5 spricht davon). Gott sagt uns jedoch, daß wir aus der Kraft leben sollen, welche der Geist Gottes gibt. Er sagt uns, daß wenn wir dies tun, daß wir dann nicht unseren selbstsüchtigen Wünschen folgen müssen.
Wohin die menschliche Selbstsucht diese ganze Welt geführt hat, können wir inzwischen jeder sehen und abschätzen.
Es wird ganz rauhes Wetter kommen. Der Sturm wird losbrechen. Wirtschaftlich hat das Unwetter bereits begonnen und dies wird politisch rauhes Wetter nach sich ziehen. Noch ist die Verunsicherung bei den Menschen nicht in Panik umgeschlagen. Vermutlich liegt es daran, daß die Mehrzahl der Menschen nicht die geringste Ahnung davon hat, wie die wirtschaftliche, politische und geistige Großwetterlage in unserer Welt tatsächlich ist.
Über der westlichen, materialistischen Gesellschaft steht eine unheilvolle, beschützende Macht, deren Ziel und Aufgabe es ist, für die Zufriedenheit zu sorgen und über ihr Schicksal zu wachen. Diese Macht ist sehr zufrieden, daß die Menschen in ihrem Machtbereich ein angenehmes Leben haben, vorausgesetzt, daß sie an nichts anderem interessiert sind, als an diesem angenehmen Leben.
Diese Macht jedoch, die Macht des Mammon, die die Menschen dermaßen verblendet und wie mit Psychopharmaka “ruhiggestellt” hat, diese Macht des Mammon, sie wird fallen. Die Zeituhr, in der der Automat uns eine virtuelle Welt vorgaukelt, ist gerade am Ablaufen. Die Realität wird uns schlagartig einholen.
Das Riskante an dieser Situation ist, daß wir gleichzeitig orientierungsbedürftig aber auch orientierungsunwillig sind.
In einer Zeit von solch massiven Veränderungsprozessen und Umbrüchen muß jeder zusehen, wo er steht, wo er hingeht und wo er Halt findet, wo er seinen Anker auswerfen kann. Das ist eine Frage der persönlichen, individuellen Lebensnavigation.
Für uns Christen scheint dies noch einigermaßen einfach zu sein, da unser Anker Jesus Christus ist. Wir wissen, daß Gott sich nicht ändert, daß Er immer derselbe ist. Wir wissen, daß alles sich verändert, aber der eine, der unser Anker ist, wird sich nicht verändern. Er wird sich auch in dem rauhen Wetter der Zukunft, welches bereits begonnen hat, nicht verändern. Der rapide Prozeß der Auflösung vieler Ordnungen und Strukturen wird, hoffentlich durch uns, auch viele andere Menschen mit diesem wunderbaren Anker bekannt machen.
Die Möglichkeiten in der Finanzbranche, welche zu Wirklichkeiten geworden sind, werden sich demnächst aufs neue als schlichte und einfache Täuschungen erweisen:
Eine große internationale Finanzkrise, verbunden mit einem Bankencrash ist wohl nicht mehr zu vermeiden. So etwas hatten wir zuletzt Mitte der achtziger Jahre. An einem Tag wurde soviel Vermögen vernichtet, welches dem Bruttosozialprodukt Großbritanniens entsprach. Der kommende, bevorstehende Crash wird nicht mehr so gut abzufedern sein, wie der Mitte der achtziger Jahre. Die Vermögensvernichtung wird größere und gewaltigere Ausmaße wie damals annehmen.
Auch einige der geopolitischen Krisenherde, welche jederzeit zu militärischen Auseinandersetzungen führen können, werden von uns, von unserer Gesellschaft, nicht wahrgenommen oder zumindest verniedlicht. Die Situation in Rußland, das ehemalige Jugoslawien, Albanien etc. all dies kann binnen kürzester Zeit auch unsere Länder in Westeuropa betreffen.
Nord- und Südkorea, China und Taiwan, Hong Kong und vor allem die Golfregion einschließlich Israel etc.
Die Frage muß erlaubt sein, wird es irgendwo noch Häfen geben, wo man sicher vor Anker gehen kann? Welche Teile der Welt bleiben als Ruhepole, Fluchtorte noch übrig? Die schwächste Stelle in den Auseinandersetzungen habe ich noch gar nicht erwähnt. Die geistige Auseinandersetzung mit anderen Religionen und Kulturen. Dieses Thema ist mittlerweile Vorlesungsthema in Harvard geworden, und die Mächtigen dieser Welt erkennen langsam deren Bedeutung.
Nun, durch die breite Abwendung von der geistigen Kraft des biblischen Christentums hat insbesondere Europa bereits viel von seiner Kulturidentität verloren. Die Orientierungslosigkeit ist das Problem unserer Kultur in dieser Zeit. Dem gibt es nur ein Mittel entgegenzusetzen, nämlich Orientierung.
Aber woran kann man sich denn orientieren, wenn die alten Wegweiser nicht mehr gelten.
Wie in der Spätantike sind unsere Probleme Werteprobleme.
Ich möchte noch einmal von einem Forum zitieren, und zwar von dem am 27. September 1995 in San Francisco stattgefundenen ‘State of the World Forum’. Dieses wurde von der Gorbatschow Foundation organisiert. Das Thema war: “Auf dem Weg zu einer neuen Zivilisation”
Mitveranstalter waren die damalige Premierministerin Ciller, der Türkei, der frühere US-Außenminister George Schultz, CNN Chef Ted Turner und viele andere. Hauptredner auf diesem Kongreß waren George Bush, Margret Thatcher, Bill Gates, Colin Powell, der Musiker John Denver und viele andere.
Der Eintritt zu dieser Veranstaltung kostete USD 5.000,00. Dafür bot Gorbatschow einen neuen Anker an.
Die Kernbotschaft dieser Veranstaltung war das Schaffen einer neuen Weltordnung durch Aufhebung des alten Konfliktes zwischen Kapitalismus und Sozialismus. Das Verschmelzen der neuen Linken mit New Age, das Zusammengehen von Materialismus und Mystik.
Diese Botschaft, und deshalb sollten wir darauf achten, wird nicht nur Politiker erreichen, sondern auch die Top Etagen der Wirtschaft und der großen Kirchen.
Unser Anker, unsere Hoffnung, die wir für unsere Seele haben, ist klar: Jesus Christus.
Vor ca. 2000 Jahren gab es bereits einmal eine Neuorientierung, die damals fast die ganze damals bekannte Welt erfaßte. Die Christen damals im römischen Imperium erregten Anstoß und Spott mit ihren verwunderlichen Weltvorstellungen und dem entsprechenden Handeln. Was taten die Christen damals? Sie entwickelten eine Ideologie für bescheidene Leute und bescheidene Zeiten. Eine Ideologie, die dem Seelenheil höhere Bedeutung beimaß als dem kaum mehr erreichbaren Erfolg des einzelnen. Sie lebten eine neue Moral der Selbstbescheidung und der Gemeinschaft mit den Gefolgsleuten des Erlösers, was sich inmitten der damaligen bösen Welt als eine äußerst erfolgreiche Überlebensstrategie herausstellte. Diese Strategie machte die damaligen Christen inmitten der Wirren der damaligen Übergangsepoche zum Sieger. Sie eroberten innerhalb kurzer Zeit den mediterranen Raum Europas geistig.
Auch wir heute sind wieder gefragt, eine geistige Führung aus einer Position der festen Verankerung gegen das System der gefallenen Welt, gegen die Maßlosigkeit, zu übernehmen.
Könnte das, was damals vor 2000 Jahren passierte noch einmal geschehen? Könnten die Christen Europa noch einmal geistig erobern? Wenn nicht, wer wird Europa dann geistig erobern? Ein Vakuum hat es nie gegeben und wird es nie geben.
Was war das Geheimnis der damaligen Christen, welches sie in die Lage versetzte, Teile Europas geistig zu erobern? Das Geheimnis war wohl das Angebot des Jesus aus Galiläa, der ihnen anbot, bei etwas Großartigem dabeisein zu dürfen. Jesus sagte ihnen: “Gott besucht diese Welt und will neue Menschen machen. Wollt ihr dabeisein?” In fast jedem Menschen steckt eine tiefe Sehnsucht, zumindest einmal in seinem Leben bei etwas Großartigem dabeizusein – oder zumindest hin und wieder bei etwas Sinnvollem.
Diejenigen, die damals das Angebot Jesu annahmen, bekamen die Kraft und die Ausdauer, die bis dahin stärkste Kulturepoche Europas an die Seite zu schieben.
Jesus hatte ihnen das ungewöhnlichste Angebot gemacht, das jemals Menschen gemacht wurde.
Laßt mich das Angebot, welches Jesus damals machte, welches wir auch in Matthäus 16 nachlesen können, einmal mit meinen Worten wiederholen:
“Wenn du dich entschließt, dich kompromißlos auf meine Seite zu schlagen, dann wirst du mehr und mehr auf deine eigenen Wege und deine eigenen Ziele verzichten. Dann wirst du auch bereit sein, jeden Preis zu bezahlen, um ganz sicher mir zu gehören.
Wenn du glaubst, dich selbst verwirklichen zu können, dann wirst du die Wirklichkeit des eigentlichen und echten Lebens verpassen.
Wenn du bereit bist, deinen ganzen Ballast von Vorstellungen, Wünschen, privaten Zielen usw. abzuwerfen, dann wirst du ganz sicher auf meiner Seite sein und wirst mit meiner Hilfe das eigentliche Leben finden und die Fülle erleben.
Frag dich doch mal selbst: Gibt es etwas, über das du selbst verfügst, was die Durchsetzung deiner eigenen Lebensplanung garantiert? Gibt es etwas, mit dem du deine eigenen Ziele erkaufen oder ganz sicher durchsetzen könntest? Überleg’ doch mal…”
Nun, meine Frage an dich: Willst du heute bei etwas großartig Großartigem dabeisein? Willst du dich heute schon auf die Seite des wiederkommenden Herrn und Königs der Könige ganz stellen?
Wenn ja, setze deine Prioritäten neu. Zieh’ aus diesem System der Welt aus! Erlaube nicht länger, daß die Maßstäbe dieser gefallenen Welt, vor allem die Maßstäbe von Mammon dein Denken und Handeln bestimmen. Erneuere deinen Sinn! Denke neu, aber auch, handle neu!
Claus Philippin 12/ 1996
Diese prophetische Rede wurde vor rund 12 Jahren anlässlich der ICCC Europa-Konferenz in Birmingham, UK, gehalten.
Hier die PDF zum download: Eine prophetische Sicht über „Mammon“
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