Kasper Skårhøj
Jeder kennt Bill Gates, Erfinder/Programmierer vom Betriebsystem “Windows”. Viele kennen Steve Jobs Gründer und Erfinder von Apple oder viele kennen Linus Torvalds, Erfinder/Programmierer vom konkurrierenden Betriebssystem “Linux”.
Aber wer bitte schön ist Kasper Skårhøj? Den kennt kaum jemand. Er ist der Erfinder/Programmierer vom professionellen Content Management System (kurz: CMS) genannt “TYPO3″.
(Ganz laienhaft für alle semi-web-Pros unter uns: Ein CMS wird verwendet um einer Homepage aufzubauen und zu pflegen. Auch die CIW-Seiten und die Grafedruck-Seiten, wie auch viele andere, sind powered by TYPO3! Wir sind sehr froh über dieses hochqualitative System! Die Entwicklung eines CMS in der Qualität dessen von Kasper kostet mehrere zehntausend Euro!)
So what?
So weit so normal. Was Kasper Skårhøj außergewöhnlich macht: Er bietet seine professionelle Software als “Open Source” an – also umsonst!
Wie kommt jemand darauf, 7 Jahre Arbeit in die Entwicklung und Professionalisierung einer Software zu stecken, und diese dann für lau weiterzugeben? Bei ca. 70.000 Benutzern und einem Preis von, sagen wir mal zurückhaltend 100 Euro, macht das – uups!?!?
Was geht’n hier? Eine seltene, dänische Krankheit? Im BWL Grundkurs nicht aufgepasst? “Geiz ist geil” falsch verstanden? Hat da jemand am Käfig gerüttelt? Hat jemand die Null gewählt?
Kasper Skårhøj über sich selbst
“Ein entscheidender Faktor für meine Entscheidung ist mein christlicher Glaube, der mir zwei Dinge sagt:
1) Materialismus hat keine lange Haltbarkeitsdauer.
2) Was auch immer ich durch meine Kreativität zu Stande bringe ist letztlich dafür gedacht Gott zu ehren. Er hat mir dieses Talent schließlich gegeben. Für mich heißt dies konkret durch TYPO3 mein Bestes der Welt zu geben.”
Moment mal. Noch mal langsam: Da investiert jemand sich selbst, verzichtet jemand auf enormen Reichtum, und das zum Wohle unbekannter Mitmenschen (nennen wir sie mal “die Nächsten”) und mit der Begründung, dass es letztlich ohne Gott gar nicht möglich gewesen wäre, ja noch mehr, es ihn ehrt? Wow.
Aber von irgendwas muss Kasper Skårhøj doch auch leben!? Er hofft auf freiwillige Beiträge der Nutzer seiner Software. Zu seinem Glauben gehört nicht nur zu geben. Es gehört auch dazu auf Gott zu vertrauen was seinen Lebensunterhalt angeht (vgl. die Bibelstelle Matthäus 6, 19-33).
Ziemlich aussergewöhlich, solche Leute, die eigene Vorteile zurückstellen und sich ganz, sogar mehr als unentgeltlich, in den Dienst Gottes stellen – for HIS glory.
Super. Gib uns mehr Info, Kasper Skårhøj!
“Nun, wie auch immer, mein Wunsch ist, dass ich selbst und TYPO3 “Salz in der Welt” oder “Licht in der Dunkelheit” sind. Dies sind bildliche Beschreibungen des Glaubens. Für mich bedeutet das: Ich möchte eine Quelle sein, aus der gute Dinge kommen – auch wenn sie ausgenutzt oder ausgelacht werden.”
Kasper Skårhøj, der auf Grund seines Glaubens alles einsetzt, um Gott Ehre zu geben und in dieser Welt Gutes zu bewirken, gehört damit zu den wenigen, Global Playern die sich nicht vom Mammon-Geist beherrschen lassen.
Da frage ich mich, wie sieht es mit mir und meinem Leben aus? Wie sehen meine Investitionen aus? Wofür mache ich das alles?
“Sammelt keine Schätze hier auf der Erde! Denn ihr müßt damit rechnen, daß Motten und Rost sie zerfressen oder Einbrecher sie stehlen. Sammelt lieber Schätze bei Gott. Dort werden sie nicht von Motten und Rost zerfressen und können auch nicht von Einbrechern gestohlen werden. Denn euer Herz wird immer dort sein, wo ihr eure Schätze habt. Sorgt euch zuerst darum, daß ihr euch seiner Herrschaft unterstellt und tut, was er verlangt, dann wird er euch schon mit all dem anderen versorgen.” (Mt 6,19-21 und 33)
Tags:Freiheit, Geiz, Gott, Mammon, Typo3








